AURA für Einsteiger
Zum Ausdrucken und Hinlegen: einen Text auf der eigenen Website ändern, ohne etwas zu lernen.
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Was ist AURA — in einem Satz?
Ein Stift auf Ihrer eigenen Website: Sie klicken einen Text an, ändern ihn und speichern. Fertig.
Es gibt kein Programm zu öffnen, keine Verwaltung, in die man sich einarbeiten müsste, und keine zweite Ansicht, die anders aussieht als die Website. Sie arbeiten auf der Seite, die Ihre Kundschaft sieht.
Gedacht ist das für alle, die gelegentlich etwas richtigstellen: eine geänderte Öffnungszeit, ein Tippfehler, ein neuer Ansprechpartner, ein Preis.
Wer eine Website baut, arbeitet nicht mit AURA — dafür gibt es AURALIS.
Wie fange ich an?
Sie haben von der Person, die Ihre Website betreut, einen Link und ein Kennwort bekommen.
- Den Link öffnen. Sie landen auf Ihrer Website.
- Kennwort eingeben.
- Es erscheint ein Stift — meist unten rechts.
Ab jetzt sind Sie im Bearbeitungsmodus. Für Besucher ändert sich nichts; den Stift sehen nur Sie.
Wenn kein Stift erscheint: Laden Sie die Seite einmal neu (die Taste F5 oder das Kreissymbol im Browser). Wenn er dann immer noch fehlt, stimmt der Link nicht — fragen Sie bei der Person nach, die ihn Ihnen gegeben hat.
Wie ändere ich meinen ersten Text?
Drei Schritte:
- Auf den Text klicken, den Sie ändern wollen. Er bekommt einen Rahmen.
- Schreiben. Wie in einem Textfeld — tippen, löschen, korrigieren.
- Speichern. Der Knopf erscheint, sobald Sie etwas geändert haben.
Das war alles. Es gibt keinen vierten Schritt und nichts zu bestätigen.
Wenn Sie es sich anders überlegen: Klicken Sie neben den Text, ohne zu speichern. Dann bleibt alles, wie es war.
Fangen Sie mit etwas Unwichtigem an — einem Wort in einem Absatz weit unten. Ändern, speichern, ansehen, zurückändern. Danach wissen Sie, wie es geht, und es ist nichts passiert.
Kann ich etwas kaputt machen?
Nein — jedenfalls nichts, was sich nicht in einer Minute richtigstellen ließe.
AURA lässt Sie nur Texte und Bilder ändern, die dafür freigegeben sind. Sie können nicht:
- Seiten löschen,
- die Gestaltung verändern,
- das Menü umbauen,
- irgendetwas an der Technik anfassen.
Der einzige Fehler, den Sie machen können, ist ein falscher Text — und den ändern Sie zurück, so wie Sie ihn geändert haben.
Was Sie trotzdem beachten sollten: Eine Änderung ist sofort öffentlich. Lesen Sie sie einmal, bevor Sie speichern.
Ich habe etwas Falsches gespeichert. Was jetzt?
Dasselbe noch einmal, nur richtig: anklicken, richtigen Text schreiben, speichern.
Das ist kein Notbehelf, sondern der vorgesehene Weg. Es gibt keinen Verlauf und kein Zurück-Symbol — es gibt nur den aktuellen Text, und den bestimmen Sie.
Wenn Sie den alten Wortlaut nicht mehr wissen: Fragen Sie die Person, die die Website betreut. Sie kann in der Regel nachsehen, wie es vorher hieß.
Der Trick, der das verhindert: Bevor Sie einen längeren Text ändern, markieren Sie ihn, kopieren ihn (Strg + C) und fügen ihn irgendwo ein — in eine Mail an sich selbst, in ein Textprogramm. Dauert fünf Sekunden.
Ein Text lässt sich nicht anklicken.
Dann ist er nicht freigegeben — das ist Absicht und meistens gut so.
Nicht anklickbar sind typischerweise:
- Menüpunkte und Beschriftungen der Navigation.
- Impressum und Datenschutzerklärung. Die entstehen aus hinterlegten Angaben.
- Automatisch erzeugte Bereiche wie Terminlisten oder Beitragsübersichten. Deren Inhalt kommt von woanders.
- Alles, was in der Gestaltung steckt — Farben, Schriften, Abstände.
Wenn Sie an einer dieser Stellen etwas ändern müssen, wenden Sie sich an die Person, die die Website betreut. Das ist kein Umweg, sondern der richtige Weg: Diese Stellen wirken auf die ganze Seite.
Kann ich auch ein Bild austauschen?
Ja, wo es freigegeben ist: Bild anklicken, neues auswählen, speichern.
Worauf Sie achten:
- Quer statt hochkant. Die meisten Stellen auf einer Website sind breiter als hoch; ein hochkantes Handyfoto wird beschnitten.
- Nicht zu klein. Ein Bild, das aus einer Mail stammt oder aus einem sozialen Netzwerk gespeichert wurde, ist oft zu klein und wird unscharf.
- Darf ich das Bild verwenden? Eigene Fotos: ja. Bilder aus dem Internet: nein.
Wenn Menschen darauf zu erkennen sind, brauchen Sie deren Einverständnis — auch bei Mitarbeitenden.
Wie ändere ich Öffnungszeiten?
Wie jeden anderen Text: anklicken, ändern, speichern.
Zwei Dinge, an die dabei kaum jemand denkt:
- Öffnungszeiten stehen oft an zwei Stellen — auf der Kontaktseite und unten im Fußbereich. Prüfen Sie beide.
- Der Eintrag im Kartendienst ist eine dritte Stelle, und die sehen die meisten Menschen zuerst. Ändern Sie ihn gleich mit.
Für Betriebsferien und vorübergehende Änderungen gibt es einen besseren Weg als den Text zu ändern: einen Hinweis ganz oben, der sich für einen Zeitraum einstellen lässt und danach von selbst verschwindet. Fragen Sie danach, wenn Sie das regelmäßig brauchen.
Kann ich Text fett machen oder eine Aufzählung einfügen?
An den meisten Stellen ja — es erscheint eine kleine Leiste mit den üblichen Möglichkeiten: fett, kursiv, Aufzählung, Link.
Sparsam einsetzen:
- Fett für einzelne Wörter, nicht für ganze Absätze. Wenn alles fett ist, ist nichts hervorgehoben.
- Aufzählungen für Aufzählungen. Nicht, um Abstand zu erzeugen.
- Links nur, wenn sie irgendwohin führen, das es gibt. Prüfen Sie sie nach dem Speichern.
Was Sie nicht tun sollten: Text aus Word einfügen. Word bringt unsichtbare Formatierungen mit, die auf einer Website falsch aussehen. Fügen Sie stattdessen als reinen Text ein — meist mit Strg + Umschalt + V.
Wann sehen die Besucher meine Änderung?
Sofort. Es gibt keinen zweiten Schritt und keine Freigabe.
Das ist der Unterschied zu größeren Systemen, und er ist gewollt: AURA ist für schnelle Richtigstellungen gedacht. Wer erst speichern und dann veröffentlichen müsste, würde das eine oder das andere vergessen.
Was daraus folgt:
- Lesen Sie, bevor Sie speichern. Einmal ganz durch, laut, wenn möglich.
- Prüfen Sie danach. Laden Sie die Seite neu und sehen Sie sich an, was jetzt dasteht.
- Bei Wichtigem: jemanden gegenlesen lassen, bevor Sie speichern.
Wenn Sie noch die alte Fassung sehen, obwohl Sie gespeichert haben: Laden Sie die Seite mit Strg + Umschalt + R neu.
Kann ich mehrere Stellen nacheinander ändern?
Ja, so viele Sie wollen. Sie bleiben im Bearbeitungsmodus, bis Sie ihn beenden.
Ein Rat aus der Praxis: Speichern Sie nach jeder Stelle, nicht am Ende. Wenn zwischendurch etwas passiert — der Browser hängt, jemand kommt herein, der Akku ist leer —, ist sonst alles weg.
Und ändern Sie nicht zu viel auf einmal. Nach dem fünften Absatz wird man unaufmerksam, und dann entsteht genau der Tippfehler, den man später nicht findet.
Wenn Sie eine ganze Seite überarbeiten wollen, ist AURA nicht das richtige Werkzeug. Sagen Sie der Person Bescheid, die die Website betreut.
Wie höre ich auf?
Über „Bearbeiten beenden“ oder „Abmelden“ — der Stift verschwindet, und die Seite ist wieder eine gewöhnliche Website.
Machen Sie das, wenn Sie fertig sind, besonders an einem Rechner, an dem noch andere arbeiten. Sonst könnte jemand versehentlich einen Text ändern, der ihn gar nichts angeht.
Wenn Sie das Fenster einfach schließen, ist auch nichts passiert — Ihre gespeicherten Änderungen sind gespeichert, alles andere verworfen.
Zur Sicherheit: Ihr Zugang ist nicht dazu gedacht, weitergegeben zu werden. Wenn noch jemand ändern soll, lassen Sie ihm einen eigenen anlegen.
Ich habe mein Kennwort vergessen.
Wenden Sie sich an die Person, die Ihnen den Zugang gegeben hat — sie kann ein neues setzen.
Und ein paar Worte zum Kennwort, weil es hier um Ihre öffentliche Website geht:
- Nicht weitergeben. Auch nicht an den Kollegen, der „nur mal schnell“ etwas ändern will. Er bekommt einen eigenen.
- Nicht dasselbe wie anderswo. Wenn ein anderer Dienst gehackt wird, ist sonst Ihre Website mit dabei.
- Nicht auf einen Zettel am Bildschirm. In einen Kennwortspeicher oder wenigstens an einen Ort, den nicht jeder sieht.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass jemand anderes Ihr Kennwort kennt: sofort ändern lassen.
Geht das auch am Handy?
Für kleine Korrekturen ja — ein Wort, eine Zahl, eine Uhrzeit. Der Stift ist da, das Antippen funktioniert.
Für alles Längere: lieber am Rechner. Am Handy ist das Antippen der richtigen Stelle mühsam, und ein längerer Text auf der Bildschirmtastatur wird selten gut.
Was am Handy besonders gut geht: prüfen. Sehen Sie sich Ihre Seite dort an, nachdem Sie am Rechner etwas geändert haben. Mehr als die Hälfte Ihrer Besucher kommt vom Handy — was dort falsch aussieht, sehen die meisten.
An wen wende ich mich, wenn etwas nicht geht?
An die Person oder die Agentur, die Ihre Website betreut. Sie hat Ihnen den Zugang gegeben und kann alles, was Sie nicht können.
Was Sie in eine solche Anfrage schreiben sollten, damit sie schnell beantwortet wird:
- Auf welcher Seite (am besten die Adresse aus der Adresszeile kopieren).
- Welchen Text Sie ändern wollten.
- Was passiert ist — „der Stift erscheint nicht“, „das Speichern kommt nicht zurück“.
- Ein Bildschirmfoto, wenn möglich.
Was Sie vorher selbst versuchen können: die Seite mit Strg + Umschalt + R neu laden. Das erklärt einen großen Teil aller Fälle.
Was soll ich überhaupt ändern?
Alles, was nicht mehr stimmt, und sonst nichts. Eine Website muss nicht regelmäßig verändert werden.
Die Dinge, die tatsächlich veralten:
- Öffnungszeiten und Erreichbarkeit.
- Preise, wenn Sie welche nennen.
- Ansprechpartner und Team.
- Leistungen, die Sie nicht mehr anbieten — oder neue.
- Jahreszahlen wie „seit über 20 Jahren“.
Nehmen Sie sich zweimal im Jahr zwanzig Minuten und gehen Sie die Seiten durch. Das ist der ganze Pflegeaufwand einer normalen Firmenwebsite.
Was Sie nicht tun müssen: die Startseite umformulieren, weil sie sich „abgenutzt“ anfühlt. Ihre Besucher sehen sie zum ersten Mal.
Ich weiß nicht, wie ich es formulieren soll.
An vielen Stellen gibt es einen Knopf, der einen Vorschlag macht. Der ist als Rohentwurf gedacht, nicht als fertiger Text: Lesen Sie ihn, streichen Sie das Allgemeine, setzen Sie das Konkrete aus Ihrem Betrieb ein.
Wenn Sie ohne Vorschlag arbeiten wollen, hilft ein einfacher Trick: Schreiben Sie es so auf, wie Sie es einem Kunden am Telefon sagen würden. Dann streichen Sie die Füllwörter. Was übrig bleibt, ist meistens besser als alles, was man sich am Schreibtisch abringt.
Und eine Warnung zu den Vorschlägen: Sie erfinden gelegentlich Tatsachen — Jahreszahlen, Auszeichnungen, Zertifikate. Prüfen Sie jede Angabe, die nach einer Tatsache aussieht.
Ich habe einen Fehler auf der Website entdeckt, kann ihn aber nicht ändern.
Melden Sie ihn — und zwar so, dass er auffindbar ist:
- Wo genau? Adresse der Seite und eine Angabe, wo auf der Seite („dritter Abschnitt“, „unter den Bildern“).
- Was ist falsch? Und, wenn Sie es wissen, was richtig wäre.
- Wie dringend? Eine falsche Telefonnummer ist etwas anderes als ein fehlendes Komma.
Sammeln Sie kleinere Sachen und melden Sie sie zusammen. Fünf Mails über zwei Tage kosten mehr Zeit als eine Liste.
Und melden Sie ruhig auch, was Ihnen nur seltsam vorkommt. Wer die Seite gebaut hat, sieht die Fehler darin am schlechtesten — genau wie bei einem eigenen Text.
Steht Ihre Frage nicht dabei?
Versuchen Sie es über die Suche — die geht über alle Kapitel auf einmal. Und wenn hier wirklich etwas fehlt, sagen Sie uns Bescheid: im Programm unten rechts über „Fehler melden“.