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HilfezentrumAURALISDie erste Website

Die erste Website

Von der leeren Seite bis online. Welche Seiten es braucht, was hineingehört und was warten kann.

Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu lesen.

Ich habe noch gar nichts. Womit fange ich an?

Weg Neue Website

Nicht mit dem Programm, sondern mit drei Sätzen auf einem Blatt Papier:

  1. Was machen Sie? In einem Satz, so wie Sie es einem Nachbarn erklären würden.
  2. Für wen? Privatkunden, Betriebe, Vereine, eine Region.
  3. Was soll jemand tun, der auf Ihrer Seite landet? Anrufen, ein Formular ausfüllen, vorbeikommen, spenden.

Diese drei Antworten sind das Gerüst. Alles, was danach kommt — Assistent, Bausteine, Gestaltung —, ist Handwerk.

Wenn Sie die drei haben, starten Sie den Assistenten unter „Neue Website“. Er fragt der Reihe nach und baut die Seite mit; rechts läuft eine Vorschau mit, die mit jeder Antwort wächst.

Was macht der Assistent, und muss ich ihn benutzen?

Er stellt eine Frage pro Schritt und baut daraus eine vollständige Website — Seiten, Abschnitte, Beispieltexte, Farbvorschläge.

Müssen Sie nicht. Das reine Formular bleibt erreichbar, und wer weiß, was er will, kann Seiten auch einzeln anlegen. Nur: Der Assistent nimmt Ihnen die Entscheidung ab, welche Seiten es überhaupt braucht — und das ist die Entscheidung, an der die meisten hängenbleiben.

Was er Ihnen nicht abnimmt: die Texte über Ihren Betrieb. Er stellt Vorschläge hin, damit die Seite nicht leer aussieht; die müssen Sie ersetzen.

Der Assistent lässt sich mehrfach durchlaufen — für eine zweite Website oder um noch einmal von vorn anzufangen.

Welche Seiten braucht eine Website mindestens?

Fünf. Weniger geht rechtlich nicht, mehr braucht am Anfang niemand:

  • Startseite — was Sie machen, für wen, und wie man Sie erreicht.
  • Leistungen oder Über uns — je nachdem, was wichtiger ist.
  • Kontakt — Formular, Telefonnummer, Anschrift, gegebenenfalls Karte.
  • Impressum — Pflicht nach § 5 DDG.
  • Datenschutzerklärung — Pflicht nach Art. 13 DSGVO.

Die letzten beiden erzeugt AURALIS aus Ihren Stammdaten. Sie müssen sie nicht schreiben, aber lesen sollten Sie sie.

Was warten kann: Blog, Referenzen, Team, Stellenangebote, FAQ. Alles davon ist gut — aber eine Seite mit fünf fertigen Seiten ist besser als eine mit zwölf halbfertigen.

Wie baue ich eine Startseite auf?

In dieser Reihenfolge, weil so gelesen wird:

  1. Held — der eine Satz, worum es geht, mit einem Bild und einem Button.
  2. Leistungen als Kartenraster — drei bis sechs, jede in zwei Zeilen.
  3. Warum Sie — Kundenstimmen, Kennzahlen oder ein kurzer Text über den Betrieb.
  4. Handlungsaufruf — was soll jetzt passieren.
  5. Kontakt — Formular oder wenigstens Telefonnummer und Adresse.

Optional dazwischen: Bildergalerie mit Arbeiten, Terminliste, aktuelle Beiträge.

Was nicht auf die Startseite gehört: die gesamte Firmengeschichte, alle Leistungen im Detail, das komplette Team. Dafür gibt es Unterseiten. Die Startseite muss in dreißig Sekunden beantworten, ob jemand hier richtig ist.

Die Seite ist voller Beispieltexte. Was mache ich damit?

Achtung: Suchen Sie vor dem Veröffentlichen im ganzen Auftritt nach „Lorem“, „Beispiel“ und „Muster“. Was Sie dabei finden, hätte sonst jeder Besucher gefunden.

Ersetzen, und zwar alle, bevor die Seite online geht. Ein Beispieltext, der auf einer echten Seite stehen bleibt, ist der peinlichste Fehler dieser Art und passiert erstaunlich oft.

Gehen Sie sie Seite für Seite durch und arbeiten Sie mit einer einfachen Regel: Kann dieser Satz genauso über einem anderen Betrieb stehen? Wenn ja, ist er noch nicht Ihrer.

Die Beispieltexte sind trotzdem nützlich: Sie zeigen die Länge, die an dieser Stelle passt. Wenn dort zwei Zeilen stehen, sind zwei Zeilen gemeint — nicht zwölf.

Vor dem Veröffentlichen hilft der Blick in die Vorschau mit frischen Augen, am besten am nächsten Tag.

Ich kann nicht schreiben. Was tue ich?

Sie können sprechen — das reicht. Nehmen Sie Ihr Handy und erklären Sie fünf Minuten lang, was Sie machen, so wie am Telefon. Dann schreiben Sie das auf. Das Ergebnis ist besser als alles, was Sie sich am Schreibtisch abringen.

Drei Handgriffe, die jeden Text besser machen:

  • Kürzen. Streichen Sie den ersten Satz jedes Absatzes. Meistens war es ein Anlauf.
  • Duzen oder siezen, aber einheitlich. Wechsel merkt jeder.
  • Konkret statt allgemein. „Wir arbeiten sauber“ behauptet jeder. „Wir decken ab, saugen nach und räumen die Abdeckung wieder mit“ behauptet niemand, der es nicht tut.

Und wenn Sie gar nicht weiterkommen: Der KI-Vorschlag im Editor liefert einen Rohtext, den Sie umschreiben. Das ist leichter, als vor einem leeren Feld zu sitzen.

Ich habe keine guten Fotos.

Das ist das häufigste echte Hindernis, und es lohnt sich, es zu lösen, statt es zu umgehen.

Nach Wirkung sortiert:

  1. Eigene Fotos, auch mit dem Handy. Ein aktuelles Handyfoto Ihrer Werkstatt schlägt jedes gekaufte Symbolbild. Es zeigt Sie, und genau darum geht es.
  2. Ein Nachmittag mit jemandem, der fotografieren kann. Die günstigste Investition in eine Website überhaupt.
  3. Lizenzfreie Bilder aus seriösen Quellen — als Übergang, nicht als Dauerlösung.
  4. Gar kein Bild. Besser als ein offensichtliches Symbolfoto von lachenden Menschen an einem Konferenztisch.

Für Handyfotos: quer halten, Tageslicht, aufräumen vor dem Auslösen. Das sind die drei Dinge, die 90 % ausmachen.

Welche Farben soll ich nehmen?

Wenn Sie ein Logo haben: die Farben aus dem Logo. Wenn nicht: eine der vorgeschlagenen Gestaltungen, ohne lange zu grübeln.

Gut zu wissen:

  • Eine Hauptfarbe reicht. Sie wird für Buttons und Hervorhebungen verwendet, der Rest bleibt neutral. Zwei kräftige Farben nebeneinander wirken selten gut und fast immer laut.
  • Kontrast schlägt Geschmack. Hellgrauer Text auf weißem Grund sieht in der Vorschau elegant aus und ist auf einem Handy in der Sonne unlesbar.
  • Die Farbe entscheidet nichts. Kein Auftrag ist je an einem Blauton gescheitert. Texte und Bilder entscheiden.

Ändern lässt sich das jederzeit und wirkt sofort auf den ganzen Auftritt.

Wie lange dauert eine erste Website realistisch?

Mit dem Assistenten stehen Gerüst, Gestaltung und Beispieltexte in etwa einer halben Stunde. Was danach kommt, ist die eigentliche Arbeit:

  • Texte schreiben: zwei bis vier Stunden, verteilt. Das ist der große Posten.
  • Bilder besorgen und hochladen: ein bis zwei Stunden, plus die Zeit fürs Fotografieren.
  • Rechtstexte prüfen und Stammdaten eintragen: eine halbe Stunde.
  • Durchsehen, Kleinigkeiten, Handy prüfen: eine Stunde.

Zusammen also ein Arbeitstag, verteilt auf ein bis zwei Wochen. Wer es an einem Stück versucht, wird bei den Texten müde und merkt es dem Ergebnis an.

Was die Sache verlängert, ist fast nie die Technik, sondern die Frage, was auf der Seite stehen soll.

Was kann ich getrost auf später verschieben?

Fast alles außer den fünf Pflichtseiten. Konkret:

  • Blog. Ein Blog mit zwei Beiträgen von vor einem Jahr schadet mehr, als er nutzt. Fangen Sie erst an, wenn Sie wissen, dass Sie es durchhalten.
  • Zweite Sprache. Erst wenn die erste vollständig ist.
  • Newsletter. Braucht Inhalt und Regelmäßigkeit.
  • A/B-Tests. Ergeben bei wenigen Besuchern nichts.
  • Mitgliederbereich, Spenden, Termine. Wenn Sie es brauchen, wissen Sie es. Wenn Sie unsicher sind, brauchen Sie es noch nicht.

Was Sie nicht verschieben sollten: Impressum, Datenschutzerklärung, funktionierendes Kontaktformular, Telefonnummer im Kopfbereich. Das sind die vier Dinge, an denen eine Seite scheitert.

Wie prüfe ich, ob die Seite am Handy funktioniert?

Am Handy. Nicht im schmalen Browserfenster, sondern am echten Gerät — die Vorschau können Sie sich zuschicken oder direkt aufrufen.

Worauf Sie achten:

  • Ist die Überschrift noch lesbar? Lange Überschriften brechen am Handy auf vier Zeilen und schieben alles nach unten.
  • Sind die Buttons treffbar? Mit dem Daumen, nicht mit der Mausspitze.
  • Werden Bilder sinnvoll beschnitten? Ein quer aufgenommenes Bild zeigt am Handy oft die Mitte — steht das Wesentliche am Rand, ist es weg.
  • Ist die Telefonnummer anklickbar? Am Handy ist das der wichtigste Knopf überhaupt.

Mehr als die Hälfte Ihrer Besucher kommt vom Handy. Wenn Sie nur eine Ansicht prüfen können, prüfen Sie diese.

Wann stelle ich sie online?

Wenn die fünf Pflichtseiten stehen, die Texte Ihre sind und das Kontaktformular geprüft ist. Nicht, wenn alles perfekt ist — das wird sie nie, und eine Seite, die nicht online ist, hilft niemandem.

Was vorher wirklich stimmen muss:

  • Impressum vollständig, Datenschutzerklärung vorhanden.
  • Kein Beispieltext mehr.
  • Telefonnummer und Adresse richtig — klingt selbstverständlich, ist der häufigste Fehler.
  • Kontaktformular einmal selbst ausgefüllt und angekommen.
  • Einmal am Handy angesehen.

Alles andere können Sie danach in Ruhe verbessern. Eine Website ist kein Buch, das gedruckt wird.

Die Seite ist online. Was jetzt?

Drei Dinge in den ersten Tagen, dann Ruhe:

  1. Überall verlinken. Mailsignatur, Fahrzeug, Rechnungen, Visitenkarte, Branchenverzeichnisse, Ihr Eintrag bei Google. Eine Website, die niemand kennt, hat keine Besucher — und Suchmaschinen finden Sie schneller, wenn andere auf Sie verweisen.
  2. Den Eintrag bei Google-Unternehmensprofil pflegen, falls Sie lokal arbeiten. Für viele Betriebe bringt der mehr als die Website selbst.
  3. Zwei Wochen warten, dann noch einmal draufschauen. Was Sie dann stört, stört auch andere.

Und danach: nichts. Eine Website muss nicht wöchentlich verändert werden. Was sie braucht, ist, dass die Angaben stimmen — Öffnungszeiten, Telefonnummer, Leistungen.

Wie viel Pflege braucht die Seite dauerhaft?

Wenig — vorausgesetzt, Sie haben sie nicht auf Aktualität gebaut.

Der Pflichtteil sind zwei Termine im Jahr, jeweils zwanzig Minuten:

  • Stimmen Öffnungszeiten, Telefonnummer, Ansprechpartner, Preise?
  • Sind Kennzahlen und Jahreszahlen noch richtig?
  • Kommt eine Formularanfrage noch an? (Selbst ausfüllen.)

Alles darüber hinaus ist freiwillig. Wer bloggt, bloggt regelmäßig oder gar nicht. Wer Termine zeigt, muss sie pflegen — sonst zeigt die Seite das Sommerfest von vorletztem Jahr.

Die einfachste Vorsorge: Bauen Sie nur Abschnitte ein, deren Pflege Sie sich zutrauen.

Kann ich noch einmal ganz von vorn anfangen?

Achtung: „Alles neu bauen“ ist nicht rückgängig zu machen. Wenn Sie unsicher sind, legen Sie stattdessen eine zweite Website an.

Ja. Es gibt zwei Wege, und sie unterscheiden sich stärker, als es aussieht:

  • Alles neu bauen — die Seiten werden neu erzeugt, Ihre Texte sind weg. Sinnvoll, wenn Sie beim Ausprobieren etwas durcheinandergebracht haben und noch keine echte Arbeit drinsteckt.
  • Eine zweite Website anlegen und in Ruhe daneben aufbauen. Die alte bleibt, bis Sie umschalten.

Der zweite Weg ist fast immer der richtige, sobald Sie mehr als eine Stunde investiert haben. Die Mediathek bleibt in beiden Fällen erhalten — hochgeladene Bilder müssen Sie nicht noch einmal hochladen.

Vor jedem Neuanfang: Texte, die Sie behalten wollen, irgendwohin kopieren.

Kann ich die Gestaltung nachträglich wechseln?

Ja, jederzeit, und ohne dass Ihre Inhalte darunter leiden. Gestaltung und Inhalt sind getrennt: Die Gestaltung bestimmt Farben, Schriften und Abstände, die Abschnitte bleiben, wie sie sind.

Was sich dabei ändern kann:

  • Zeilenumbrüche. Eine andere Schrift ist breiter oder schmaler; eine Überschrift, die vorher in eine Zeile passte, tut es danach vielleicht nicht.
  • Bildwirkung. Manche Gestaltungen zeigen Bilder größer oder anders beschnitten.

Sehen Sie nach dem Wechsel einmal alle Seiten durch, auch am Handy. Das dauert fünf Minuten und findet die zwei Stellen, an denen es klemmt.

Wechseln Sie nicht ständig. Eine Website, die vierteljährlich anders aussieht, wirkt unruhig.

Ich habe noch keine eigene Adresse. Kann ich trotzdem anfangen?

Ja. Jede Website ist von Anfang an unter einer vorläufigen Adresse erreichbar — Sie können sie ansehen, verschicken und mit Kollegen abstimmen, ohne dass jemand eine Domain besorgt hat.

Die eigene Domain kommt dazu, wenn die Seite steht. Das ist auch die bessere Reihenfolge: Eine Domain, die auf eine halbfertige Seite zeigt, wird schon von Suchmaschinen erfasst — mit dem halbfertigen Stand.

Was Sie parallel klären können, weil es dauern kann:

  • Wem gehört die Wunschadresse? Wenn sie frei ist, registrieren Sie sie ruhig früh.
  • Wer hat Zugang zur Domainverwaltung, falls Sie schon eine haben? Das ist die Frage, die Umzüge am häufigsten aufhält.

Kann ich mir dabei helfen lassen?

Ja, und an zwei Stellen lohnt es sich besonders:

  • Fotos. Ein halber Tag mit jemandem, der fotografieren kann, verändert eine Website stärker als jede Gestaltungsentscheidung.
  • Texte. Nicht schreiben lassen — erzählen lassen und aufschreiben lassen. Wer Ihre Texte schreibt, ohne mit Ihnen gesprochen zu haben, schreibt allgemeine Texte.

Was Sie selbst machen sollten: die Seite zusammenklicken. Nicht aus Sparsamkeit, sondern damit Sie später eine Öffnungszeit ändern können, ohne jemanden anzurufen. Genau daran scheitern Websites, die von Dienstleistern gebaut wurden: Nicht am Bau, sondern an der Pflege.

Wenn eine Agentur den Auftritt betreut, gibt es dafür einen eigenen Weg — mit klarer Trennung, wer was ändern darf.

Welche Fehler machen fast alle beim ersten Mal?

Sechs, in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit:

  1. Zu viel auf der Startseite. Alles Wichtige nach oben — dann ist alles oben und nichts wichtig.
  2. Über sich statt über den Kunden geschrieben. „Wir sind seit 1987 tätig“ interessiert weniger als „Wir kommen innerhalb von 48 Stunden“.
  3. Kontaktmöglichkeit versteckt. Telefonnummer gehört in den Kopfbereich, nicht nur ins Impressum.
  4. Beispieltexte stehengelassen. Siehe oben.
  5. Nie am Handy angesehen. Wo die Mehrheit der Besucher herkommt.
  6. Zu lange gewartet. Eine gute Seite, die nach acht Monaten kommt, hat acht Monate lang nichts gebracht.

Alle sechs sind in einer halben Stunde behoben, wenn man sie kennt.

Wir haben schon eine Seite. Wie mache ich den Wechsel ohne Lücke?

Die neue Seite entsteht neben der alten, unter ihrer vorläufigen Adresse. Erst wenn sie fertig ist, wird die Domain umgehängt — dazwischen liegt keine Lücke.

Der Ablauf:

  1. Neue Seite bauen und prüfen, alte bleibt online.
  2. Die Adressen der alten Unterseiten notieren. Was bisher unter einer bestimmten Adresse erreichbar war, sollte es nachher wieder sein.
  3. Domain umhängen. Ab jetzt zeigt sie auf die neue Seite.
  4. In den ersten Tagen prüfen, ob Formulare ankommen und ob Sie in der Suche noch gefunden werden.

Behalten Sie die alte Seite noch einige Wochen — als Nachschlagewerk für Texte, an die niemand mehr gedacht hat.

Wir haben mehrere Standorte. Eine Seite oder mehrere?

In den allermeisten Fällen eine Seite mit einer Unterseite je Standort.

Dafür spricht fast alles: eine Pflege, ein Auftritt, eine Domain, und die Standortseiten stärken sich gegenseitig bei Suchmaschinen.

Getrennte Websites lohnen sich nur, wenn die Standorte wirklich verschiedene Geschäfte sind — anderer Name, andere Kundschaft, andere Leistungen. Dann sind es zwei Betriebe, die zufällig einen Eigentümer haben.

Für die Standortseiten gilt: Jede muss eigenen Text haben. Dieselbe Seite fünfmal mit ausgetauschtem Ortsnamen wird von Suchmaschinen als Dublette behandelt und bringt nichts. Schreiben Sie je Standort, was dort anders ist — Team, Öffnungszeiten, Einzugsgebiet, Anfahrt.

Wo trage ich Öffnungszeiten und Erreichbarkeit ein?

Auf der Kontaktseite und im Fußbereich — an beiden Stellen, weil beide gesucht werden.

Was dabei oft schiefgeht:

  • Nur „nach Vereinbarung“. Das ist keine Öffnungszeit, sondern eine Aufforderung anzurufen. Wenn das so ist, schreiben Sie es freundlicher: „Termine nach Absprache, telefonisch erreichbar Mo–Fr 8–17 Uhr.“
  • Feiertage und Betriebsferien. Dafür ist das Ankündigungsband da: Text eintragen, Zeitraum setzen, es erscheint und verschwindet von selbst.
  • Widersprüche zum Google-Eintrag. Wer dort andere Zeiten stehen hat, ärgert Kunden vor verschlossener Tür. Pflegen Sie beides zusammen.

Wenn Sie einen Notdienst anbieten, gehört die Nummer nach oben — nicht ans Seitenende.

Soll ich Preise auf die Website schreiben?

Achtung: Preise gegenüber Verbrauchern immer inklusive Umsatzsteuer und mit Hinweis auf Nebenkosten. Netto-Preise ohne Kennzeichnung sind abmahnfähig.

Wenn Sie sie nennen können: ja. Der häufigste Grund, warum jemand eine Seite wieder verlässt, ist die unbeantwortete Frage, was es kostet.

Drei Formen, je nach Geschäft:

  • Feste Preise — bei Produkten und klar umrissenen Leistungen. Am wirksamsten.
  • Ab-Preise oder Spannen — „Badsanierung ab 8.000 €“. Nimmt die Unsicherheit, ohne Sie festzulegen.
  • Ein Beispielprojekt mit Preis. Wenn gar nichts pauschal geht: eine echte, abgerechnete Arbeit beschreiben, mit Umfang und Betrag.

Was nicht funktioniert: „Preise auf Anfrage“ als einzige Auskunft. Wer das liest, fragt nicht an — er sucht weiter.

Rechtlich: Gegenüber Verbrauchern müssen Endpreise inklusive Umsatzsteuer genannt werden.

Brauche ich überhaupt ein Kontaktformular?

Nicht zwingend — aber es kostet nichts und senkt die Hemmschwelle. Manche Menschen rufen nicht gern an; andere melden sich abends um elf, wenn niemand ans Telefon geht.

Wenn Sie eines einsetzen, gelten drei Regeln:

  • So wenige Felder wie möglich. Name, Nachricht, Erreichbarkeit. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen.
  • Einmal selbst ausfüllen und prüfen, ob es ankommt — auch im Spam-Ordner nachsehen.
  • Antworten. Ein Formular, dessen Anfragen liegenbleiben, ist schlimmer als keines.

Und immer zusätzlich die Telefonnummer anzeigen. Wer schnell etwas braucht, will nicht schreiben.

Brauche ich die Website überhaupt, wenn ich bei Instagram oder Facebook bin?

Ja — aus einem einzigen, aber gewichtigen Grund: Die Seite gehört Ihnen, das Profil nicht.

Ein gesperrtes, gelöschtes oder plötzlich unsichtbares Profil ist kein Ausnahmefall. Wer seine gesamte Erreichbarkeit dort hat, verliert sie mit einem Klick, den jemand anderes macht.

Dazu kommt:

  • Gefunden werden. Wer „Elektriker Radebeul“ sucht, sucht bei Google, nicht bei Instagram.
  • Impressumspflicht. Auch geschäftliche Profile brauchen ein Impressum; die meisten verlinken dafür auf die Website.
  • Sachliche Auskunft. Öffnungszeiten, Leistungen, Anfahrt findet niemand zwischen dreißig Beiträgen.

Das eine ersetzt das andere nicht. Beides zusammen: Profil für Sichtbarkeit, Website als Anlaufstelle.

Wer aus meinem Team sollte Änderungen machen dürfen?

So wenige wie möglich, und mindestens zwei.

So wenige wie möglich, weil jede zusätzliche Person die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass zwei Leute gleichzeitig dieselbe Seite bearbeiten oder etwas veröffentlicht wird, das noch nicht fertig war.

Mindestens zwei, weil eine einzige Person krank wird, kündigt oder in Urlaub geht. Der Zustand „nur der Chef hat das Kennwort“ endet regelmäßig damit, dass ein halbes Jahr lang nichts geändert wird.

Wer nur gelegentlich einen Text richtigstellen soll, braucht keinen vollen Zugang — dafür gibt es den Bearbeiter direkt auf der Seite. Der kann Texte ändern und sonst nichts.

Gibt es eine Checkliste zum Abhaken?

Diese hier. Wenn alles abgehakt ist, kann die Seite online:

Inhalt - Startseite beantwortet in drei Sätzen: was, für wen, wie erreichbar. - Kein Beispieltext mehr im ganzen Auftritt. - Telefonnummer, Anschrift, Öffnungszeiten stimmen.

Recht - Impressum vollständig (Firmierung, Anschrift, Vertretung, Kontakt, ggf. Register und USt-IdNr.). - Datenschutzerklärung vorhanden und passend zu dem, was die Seite tut. - Bei Preisen für Verbraucher: Endpreise. - Fotos: eigene oder mit Nutzungsrecht; Personen haben zugestimmt.

Technik - Kontaktformular einmal selbst ausgefüllt, Nachricht angekommen. - Am Handy angesehen. - Jede Seite über das Menü erreichbar.

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