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HilfezentrumAURALISDomain, Verschlüsselung und fremde Server

Domain, Verschlüsselung und fremde Server

Die eigene Adresse einrichten, das Schloss im Browser, und warum die Seite nichts von fremden Servern holt.

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Was ist eine Domain, und brauche ich eine eigene?

Die Domain ist die Adresse Ihrer Website — der Teil zwischen den Schrägstrichen, etwa ihr-betrieb.de.

Brauchen Sie eine eigene? Für alles Geschäftliche: ja. Eine Adresse, in der der Name eines Anbieters vorkommt, wirkt vorläufig und lässt sich nicht mitnehmen, wenn Sie den Anbieter wechseln.

Was eine Domain kostet: bei den üblichen Endungen wenige Euro im Jahr. Das ist selten der Punkt.

Zur Auswahl: kurz, sprechbar, ohne Bindestriche, .de für Deutschland. Der Test ist das Telefon — wenn Sie die Adresse jemandem am Telefon sagen müssen und dabei buchstabieren, ist sie zu kompliziert.

Worauf achte ich bei der Wahl der Domain?

Fünf Dinge, in dieser Reihenfolge:

  1. Der Firmenname, wenn er frei ist. Das ist fast immer die richtige Wahl.
  2. Kurz. Jedes Zeichen ist eines, das jemand vertippen kann.
  3. Keine Bindestriche, wenn es sich vermeiden lässt. Am Telefon muss man sie erklären.
  4. Keine Umlaute. Technisch möglich, praktisch eine Fehlerquelle in Mailprogrammen und alten Systemen.
  5. .de, wenn Sie in Deutschland arbeiten. Andere Endungen wirken bei lokaler Kundschaft fremd.

Was Sie nicht tun sollten: eine Adresse mit Suchwörtern statt Namen wählen — maler-dresden-guenstig.de wirkt heute nicht mehr seriös und bringt bei Suchmaschinen längst keinen Vorteil.

Prüfen Sie vor der Registrierung, ob der Name markenrechtlich frei ist.

Wo wird meine Domain verwaltet, und wer hat Zugang?

Achtung: Eine Domain, die auf einen Dienstleister eingetragen ist, gehört im Zweifel ihm. Prüfen Sie den Eintrag, bevor es Streit gibt, nicht danach.

Bei dem Anbieter, bei dem sie registriert wurde — oft demselben, bei dem die alte Website lag. Dort gibt es eine Oberfläche, in der die Einträge gesetzt werden.

Das ist die Frage, die Umzüge am häufigsten aufhält, deshalb klären Sie sie früh:

  • Wer hat die Zugangsdaten? Nicht selten der Neffe, der vor acht Jahren die erste Seite gebaut hat.
  • Auf wen ist die Domain eingetragen? Sie sollte auf Ihren Betrieb laufen, nicht auf einen Dienstleister. Wenn nicht, lassen Sie das ändern — das ist Ihr Eigentum.
  • Läuft sie noch? Eine Domain, deren Rechnung ins Leere ging, wird stillschweigend abgeschaltet.

Wenn niemand mehr herankommt, hilft der Anbieter weiter — mit einem Nachweis, dass Sie der Inhaber sind.

Was muss ich tun, damit meine Domain auf die Website zeigt?

Einen Eintrag in der Domainverwaltung setzen — mehr ist es nicht, aber er muss stimmen.

Der Ablauf:

  1. Domain in AURALIS hinterlegen. Sie bekommen die Angaben, die einzutragen sind.
  2. Bei Ihrem Domainanbieter anmelden und die Einträge dort setzen.
  3. Warten. Bis zu 48 Stunden, meistens deutlich weniger.
  4. Prüfen, ob die Seite unter der Adresse erscheint — und ob das Schloss im Browser da ist.

Wenn Sie unsicher sind: Der Anbieter macht das auf Zuruf. Sagen Sie ihm, welcher Eintrag wohin zeigen soll; das ist für ihn Routine.

Machen Sie das erst, wenn die Seite fertig ist. Eine Domain, die auf eine halbfertige Seite zeigt, wird genau so von Suchmaschinen erfasst.

Was ist das Schloss im Browser, und habe ich das?

Es zeigt an, dass die Verbindung verschlüsselt ist — dass also niemand mitlesen kann, was zwischen Besucher und Website hin und her geht.

Ja, das haben Sie. Das Zertifikat wird automatisch beschafft und automatisch erneuert; Sie müssen nichts tun und nichts bezahlen.

Wichtig ist es aus drei Gründen:

  • Formulare. Ohne Verschlüsselung würden Namen und Nachrichten im Klartext übertragen.
  • Browserwarnungen. Ohne Schloss zeigen Browser „Nicht sicher“ — davor kehren Besucher um.
  • Suchmaschinen bewerten unverschlüsselte Seiten schlechter.

Wenn das Schloss direkt nach dem Umstellen der Domain fehlt: warten. Das Zertifikat kommt, sobald die Adresse erreichbar ist.

Der Browser warnt vor meiner Seite. Woran liegt das?

Fast immer an einem von drei Dingen:

  • Die Domain wurde gerade erst umgestellt und das Zertifikat ist noch nicht ausgestellt. Warten Sie eine Stunde.
  • Sie rufen die Seite ohne oder mit falschem Präfix auf — etwa www. dort, wo nur die nackte Adresse eingerichtet ist. Beide Schreibweisen sollten funktionieren; wenn nur eine geht, fehlt ein Eintrag.
  • Eine alte Weiterleitung beim Domainanbieter zeigt noch woandershin.

Was Sie prüfen können, ohne technisch zu werden: Rufen Sie die Adresse in einem privaten Fenster auf. Wenn es dort funktioniert, lag es an Ihrem Browserzwischenspeicher.

Bleibt die Warnung länger als einen Tag, ist ein Eintrag falsch — dann hilft der Domainanbieter.

Wenn ich die Domain umstelle — bleiben meine E-Mails erreichbar?

Achtung: Ein falsch gesetzter Eintrag kann den Mailempfang stillegen, und das merkt man nicht sofort, weil ausbleibende Mails nicht auffallen. Machen Sie vorher ein Bildschirmfoto der bestehenden Einträge.

Ja, wenn nur der Website-Eintrag geändert wird. Website und E-Mail hängen an verschiedenen Einträgen derselben Domain und sind voneinander unabhängig.

Trotzdem ist das die gefährlichste Stelle beim Umzug, weil ein zu grober Eingriff beides trifft. Zwei Regeln:

  • Ändern Sie nur die Einträge, die für die Website zuständig sind. Nicht „alle Einträge löschen und neu anlegen“.
  • Notieren Sie vorher, was dasteht. Ein Bildschirmfoto der Einträge kostet zehn Sekunden und rettet den Abend.

Wenn Sie das nicht selbst machen wollen: Genau dafür lohnt es sich, den Anbieter anzurufen. Sagen Sie ihm, dass die Mail unberührt bleiben soll.

Mit oder ohne „www“?

Beides sollte funktionieren, und eines von beiden ist die Hauptadresse — die andere leitet dorthin weiter.

Welche Sie zur Hauptadresse machen, ist Geschmackssache. Ohne www ist kürzer und heute üblicher; mit www ist für ältere Kundschaft vertrauter. Wichtig ist nur, dass Sie sich entscheiden und es dabei bleibt.

Warum es überhaupt zählt: Für Suchmaschinen sind beide Schreibweisen zunächst zwei verschiedene Adressen. Wenn beide dieselbe Seite ausliefern, ohne dass eine auf die andere weiterleitet, teilt sich Ihre Seite ihre eigene Wirkung mit sich selbst.

Prüfen Sie beide Schreibweisen einmal im Browser. Wenn eine nicht geht, fehlt ein Eintrag.

Ich habe mehrere Domains. Was mache ich damit?

Eine ist die Hauptadresse, alle anderen leiten dorthin weiter. Das ist die einzige sinnvolle Aufteilung.

Was Sie nicht tun sollten: dieselbe Website unter zwei Adressen betreiben. Für Suchmaschinen sind das zwei Websites mit identischem Inhalt, und beide werden schlechter bewertet als eine.

Gründe, mehrere Adressen zu halten, gibt es trotzdem:

  • Schreibvarianten und häufige Tippfehler abfangen.
  • Den alten Firmennamen nach einer Umbenennung.
  • Eine zweite Endung, damit sie niemand anderes nimmt.

Die Weiterleitungen richten Sie beim Domainanbieter ein, nicht hier.

Lädt meine Website etwas von fremden Servern nach?

Nein — nicht von sich aus. Schriften, Symbole und Gestaltungsdateien werden von Ihrer eigenen Adresse ausgeliefert.

Das ist kein Detail, sondern eine bewusste Entscheidung mit rechtlicher Wirkung: Sobald eine Seite beim Aufruf etwas von einem fremden Server holt, wird die IP-Adresse des Besuchers dorthin übertragen — ohne dass er gefragt wurde. Genau dafür sind Websites schon abgemahnt worden.

Fremde Aufrufe entstehen nur dort, wo Sie sie einbauen:

  • ein eingebettetes Video (deshalb die Empfehlung, die cookiefreie Variante zu nehmen),
  • ein HTML-Abschnitt mit fremdem Code,
  • ein Zählwerkzeug oder Chat-Fenster eines Drittanbieters.

Was Sie einbauen, gehört in die Datenschutzerklärung.

Muss meine Website barrierefrei sein?

Das hängt davon ab, wer Sie sind:

  • Öffentliche Stellen — ja, seit Jahren.
  • Unternehmen im Verbrauchergeschäft, die bestimmte Dienstleistungen elektronisch anbieten — seit Juni 2025 nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz) sind bei Dienstleistungen ausgenommen.
  • Reine Informationsseiten eines Handwerksbetriebs — in der Regel nicht.

Unabhängig von der Pflicht lohnt sich das Wesentliche für jeden, weil es allen hilft:

  • Ausreichender Kontrast — hilft in der Sonne genauso wie bei einer Sehschwäche.
  • Alt-Texte an Bildern.
  • Klare Beschriftungen an Formularfeldern.
  • Bedienbarkeit mit der Tastatur.

Das sind vier Dinge, die nichts kosten. Alles Weitere richtet sich nach Ihrer Pflichtlage — im Zweifel rechtlich prüfen lassen.

Wird meine Website gesichert?

Ja. Inhalte, Seiten, Bilder und Einstellungen werden regelmäßig gesichert.

Was das für Sie heißt und was nicht:

  • Ein Serverausfall kostet Sie Ihre Website nicht.
  • Ein versehentlich gelöschter Abschnitt ist damit nicht automatisch zurückgeholt. Eine Sicherung wiederherzustellen bedeutet, einen ganzen Stand zurückzuholen — samt allem, was seitdem passiert ist.

Deshalb gilt für den Alltag: Was Sie behalten wollen, kopieren Sie sich vorher heraus. Für zwei Absätze Text ist das schneller als jede Wiederherstellung.

Und der beste Schutz vor Datenverlust ist ohnehin der: Nicht löschen, sondern aus dem Menü nehmen.

Was passiert, wenn der Server ausfällt?

Dann ist die Website vorübergehend nicht erreichbar — wie bei jedem Anbieter. Was dabei hilft, ist der Aufbau: Eine veröffentlichte Seite ist fertiges HTML, das ausgeliefert wird, kein Programm, das bei jedem Aufruf rechnet. Damit gibt es weniger, was ausfallen kann.

Was Sie selbst tun können:

  • Ihre Telefonnummer muss auch ohne Website auffindbar sein — im Branchenverzeichnis, im Google-Eintrag, in Ihrer Mailsignatur.
  • Rechnen Sie nicht mit hundert Prozent. Kein Anbieter der Welt liefert das; wer es zusagt, meint etwas anderes, als Sie verstehen.

Wenn Ihre Seite nicht erreichbar ist, prüfen Sie zuerst, ob es an Ihrer Verbindung liegt: dieselbe Adresse über das Mobilfunknetz aufrufen.

Kann ich die Website auf meinem eigenen Server betreiben?

Eine veröffentlichte Website ist statisches HTML — die ließe sich technisch überall ablegen. Ob und wie das in Ihrem Fall geht, hängt an Ihrem Vertrag; fragen Sie danach, bevor Sie darauf bauen.

Wichtiger als die technische Frage sind zwei praktische:

  • Wer pflegt dann was? Die Redaktion läuft weiter über AURALIS; nur die Auslieferung läge woanders. Das ergibt einen zusätzlichen Schritt bei jedem Veröffentlichen.
  • Warum eigentlich? Wenn der Grund „unsere IT will alles im Haus“ lautet, ist das ein legitimer, aber teurer Wunsch — mit eigener Verschlüsselung, eigener Sicherung und eigener Erreichbarkeit.

Die häufigere und meist bessere Antwort auf den dahinterliegenden Wunsch ist: den Export nutzen. Damit haben Sie Ihre Inhalte jederzeit in der Hand, ohne den Betrieb zu übernehmen.

Bekomme ich mit der Domain auch E-Mail-Adressen?

Nicht automatisch — das sind zwei verschiedene Dinge. Die Website liefert Seiten aus; E-Mail-Postfächer bekommen Sie bei einem Mailanbieter, oft bei demselben, bei dem die Domain liegt.

Warum das trotzdem hier steht: Eine Firmenadresse auf info@ihr-betrieb.de wirkt anders als eine auf einem Freemail-Dienst — und der Unterschied ist größer, als die meisten denken. Wer geschäftlich mit einer Adresse eines kostenlosen Anbieters schreibt, wird anders gelesen.

Wenn Sie die Domain neu einrichten: Legen Sie gleich zwei Adressen an, info@ und Ihre persönliche. Mehr braucht kein kleiner Betrieb.

Auf die Website gehört die Adresse, die Sie auch lesen — nicht die, die schöner aussieht.

Wie komme ich wieder weg, wenn ich wechseln will?

Über den Export. Eine Website lässt sich als fertiges HTML ausgeben und liegt danach auf jedem Webspace — sie funktioniert dort, wie sie war, nur eben ohne Redaktionsoberfläche.

Was Sie außerdem mitnehmen: Bilder und Dateien aus der Mediathek, Blogbeiträge als Text, Formulareinträge, Mitglieder- und Spendendaten als Datei.

Was nicht mitkommt: die Bearbeitbarkeit. Ein exportierter Auftritt ist ein Stand, kein System — jede weitere Änderung passiert dann im HTML.

Und die Domain gehört ohnehin Ihnen: Ein Wechsel heißt, den Eintrag woandershin zeigen zu lassen. Das ist derselbe Handgriff wie beim Herkommen.

Kann ich jemandem die Seite zeigen, bevor sie online ist?

Ja — über die Vorschau, deren Adresse Sie weitergeben können. Der Empfänger braucht keinen Zugang und kann nichts ändern.

Praktisch dafür:

  • Abstimmung im Team, ohne allen einen Zugang anzulegen.
  • Der Blick von jemandem, der den Betrieb nicht kennt. Das ist die wertvollste Rückmeldung überhaupt: Wer alles weiß, merkt nicht, was fehlt.
  • Rückmeldung vom Kunden, wenn Sie den Auftritt für jemand anderen bauen.

Bitten Sie um konkrete Rückmeldung, nicht um ein Urteil. „Findest du die Telefonnummer?“ bringt mehr als „Wie gefällt es dir?“.

Die Vorschauadresse ist nicht geheim. Für Vertrauliches ist sie nicht gedacht.

Wie verhindere ich, dass die Seite gefunden wird, solange sie im Bau ist?

Solange Sie sie nicht veröffentlicht und die Domain nicht umgestellt haben, ist sie praktisch unsichtbar: Suchmaschinen finden Seiten über Links, und auf eine Vorschauadresse verweist niemand.

Was Sie nicht tun sollten: die Domain früh umstellen und dann hoffen, dass niemand hinschaut. Suchmaschinen sind schnell, und ein einmal erfasster halbfertiger Stand steht wochenlang in der Trefferliste.

Die saubere Reihenfolge bleibt: fertig bauen, prüfen, veröffentlichen, dann die Domain umstellen.

Wenn Sie eine Seite dauerhaft aus der Suche halten wollen — etwa eine Anfahrtsbeschreibung für einen internen Termin —, nehmen Sie sie aus dem Menü und verlinken Sie nirgends darauf.

Steht Ihre Frage nicht dabei?

Versuchen Sie es über die Suche — die geht über alle Kapitel auf einmal. Und wenn hier wirklich etwas fehlt, sagen Sie uns Bescheid: im Programm unten rechts über „Fehler melden“.