Bausteine, Releases und Redaktionsplan
Einmal pflegen statt zehnmal ändern. Mehrere Änderungen gemeinsam veröffentlichen und im Voraus planen.
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Was ist ein wiederverwendbarer Baustein?
Ein Abschnitt, den Sie einmal pflegen und auf mehreren Seiten einsetzen. Eine Änderung wirkt überall, wo er steht.
Typische Fälle:
- Der Kontaktblock mit Anschrift, Telefon und Öffnungszeiten.
- Der Spendenaufruf eines Vereins.
- Der Hinweis auf den Notdienst.
- Ein Team-Abschnitt, der auf mehreren Leistungsseiten steht.
Der Nutzen zeigt sich erst später: Wenn sich die Telefonnummer ändert, ändern Sie eine Stelle statt sieben, und die achte, die Sie vergessen hätten, gibt es nicht.
Wie lege ich einen wiederverwendbaren Baustein an?
Unter Bausteine einen neuen anlegen, benennen und mit Abschnitten füllen — genau wie eine Seite, nur ohne eigene Adresse.
Danach setzen Sie ihn auf einer Seite über den Abschnittstyp Baustein ein und wählen ihn aus.
Zur Benennung: Nennen Sie ihn nach dem Inhalt, nicht nach dem Ort. „Kontaktblock“ ist ein guter Name, „Abschnitt unten“ nicht — spätestens beim fünften Baustein wissen Sie sonst nicht mehr, welcher welcher ist.
Ein Baustein lässt sich duplizieren. Das ist der schnellste Weg zu einer Variante, die fast, aber nicht ganz gleich ist.
Was passiert, wenn ich einen Baustein ändere?
Die Änderung wirkt auf allen Seiten, auf denen er eingesetzt ist — das ist der Sinn und gleichzeitig die Gefahr.
Zwei Dinge, die daraus folgen:
- Prüfen Sie, wo er steht, bevor Sie ihn ändern. Ein Baustein, den Sie für die Startseite anpassen, sieht auf der Kontaktseite vielleicht falsch aus.
- Die Änderung wird trotzdem erst mit dem Veröffentlichen sichtbar. Entwurf bleibt Entwurf, auch bei Bausteinen.
Wenn Sie eine Abweichung nur an einer Stelle brauchen, ist der richtige Weg: Baustein duplizieren, Kopie anpassen, auf dieser einen Seite die Kopie einsetzen. Nicht: den gemeinsamen Baustein ändern und die anderen Seiten hinterher reparieren.
Ab wann lohnt sich ein Baustein?
Ab der dritten Verwendung. Bei zwei Stellen ist Ändern schneller als Anlegen; ab drei kippt es, und ab fünf ist es der Unterschied zwischen gepflegt und veraltet.
Es gibt eine zweite Schwelle, die nichts mit der Zahl zu tun hat: Wenn eine Information sich ändern wird. Eine Telefonnummer, ein Ansprechpartner, ein Preis, ein Öffnungszeitenblock — das gehört in einen Baustein, auch wenn es nur an zwei Stellen steht. Reine Gestaltungselemente, die sich nie ändern, brauchen keinen.
Was Sie nicht zum Baustein machen sollten: den Held der Startseite oder andere einmalige Abschnitte. Ein Baustein mit genau einer Verwendung ist ein Umweg.
Was passiert, wenn ich einen Baustein lösche?
Er verschwindet von allen Seiten, auf denen er eingesetzt war — dort bleibt eine Lücke, kein Ersatz.
Bevor Sie löschen: Sehen Sie nach, wo er verwendet wird. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ist es sicherer, ihn nicht mehr einzusetzen und stehenzulassen. Ein unbenutzter Baustein kostet nichts.
Der Unterschied zum Entfernen auf einer Seite: Dort nehmen Sie nur das Einsetzen heraus. Der Baustein selbst bleibt und steht auf den anderen Seiten weiter.
Was ist ein Release?
Ein Bündel von Änderungen, die gemeinsam live gehen — auch zeitgesteuert.
Das Problem, das es löst: Ein Umbau betrifft selten eine Seite. Neue Leistungsseite, angepasstes Menü, geänderte Startseite, neues Bild im Fußbereich. Veröffentlichen Sie das nacheinander, sehen Besucher zwischendurch einen Zustand, der halb alt und halb neu ist — mit Links, die noch ins Leere führen.
Ein Release fasst all das zusammen und schaltet es in einem Zug.
Für die tägliche Arbeit brauchen Sie das nicht: Wer einen Text richtigstellt, veröffentlicht einfach. Releases lohnen sich bei Umbauten, Aktionen mit Stichtag und überall dort, wo mehrere Menschen zusammenarbeiten.
Wie lege ich ein Release an?
Release erstellen, benennen, dann die betroffenen Seiten hinzufügen. Danach arbeiten Sie wie gewohnt; veröffentlicht wird am Ende alles zusammen.
Zur Benennung: Etwas, das in drei Monaten noch verständlich ist. „Neue Leistungsseiten Herbst“ ist gut, „Änderungen“ nicht.
Praktischer Ablauf:
- Release anlegen.
- Alle Seiten aufnehmen, die betroffen sind — lieber eine zu viel.
- In Ruhe arbeiten, so lange es dauert.
- Vorschau prüfen, am besten von jemand anderem gegenlesen lassen.
- Veröffentlichen.
Was leicht vergessen wird: Auch Bausteine gehören ins Release, wenn sie mit geändert wurden.
Kann ich einen Zeitpunkt für das Veröffentlichen festlegen?
Ja. Ein Release lässt sich für einen Zeitpunkt einplanen und geht dann von selbst live.
Wofür das gut ist:
- Aktionen mit Stichtag — der Sommerpreis, der am 1. Juni gelten soll.
- Ankündigungen, die zu einem Termin passen.
- Umbauten außerhalb der Geschäftszeiten, damit niemand mitten im Wechsel auf der Seite ist.
Zwei Hinweise:
- Prüfen Sie vorher. Nach dem eingeplanten Zeitpunkt schaut niemand mehr hin; wenn dann etwas nicht stimmt, steht es tagelang so da.
- Planen Sie nicht auf Freitagabend. Falls doch etwas klemmt, merkt es niemand vor Montag.
Kann ich ein Release zurücknehmen?
Was veröffentlicht ist, ist veröffentlicht — es gibt keinen Knopf, der die Zeit zurückdreht. Was hilft:
- Den vorherigen Stand wiederherstellen, indem Sie die betroffenen Seiten zurückändern und erneut veröffentlichen. Das ist Handarbeit und dauert länger, als es einzuspielen gedauert hat.
- Bei einem echten Notfall — etwas Falsches oder Rechtswidriges steht öffentlich — die betroffene Seite sofort aus dem Menü nehmen und leeren.
Daraus folgt die eigentliche Lehre: Die Prüfung findet vorher statt. Ein Release ist genau deshalb ein Bündel, damit es einen klaren Zeitpunkt gibt, an dem noch einmal jemand draufschaut.
Was zeigt der Content-Kalender?
Geplante und veröffentlichte Seiten und Beiträge in einer Kalenderansicht. Er beantwortet zwei Fragen auf einen Blick: Was ist wann erschienen? und Was steht an?
Der Nutzen liegt weniger im Planen als im Sehen. Wer feststellt, dass seit elf Wochen nichts erschienen ist, merkt das im Kalender sofort — in einer Liste nicht.
Für wen sich das lohnt:
- Vereine mit Veranstaltungsrhythmus.
- Betriebe, die regelmäßig bloggen.
- Mehrere Personen, die Inhalte beisteuern und sich nicht ins Gehege kommen sollen.
Wer zweimal im Jahr eine Öffnungszeit ändert, braucht ihn nicht.
Welcher Rhythmus ist realistisch?
Der, den Sie im ungünstigsten Monat noch schaffen — nicht der, den Sie sich im Januar vornehmen.
Als Anhaltspunkt:
- Ein Beitrag im Monat ist für einen kleinen Betrieb ein guter, haltbarer Takt.
- Vierteljährlich ist auch in Ordnung, wenn die Beiträge Substanz haben.
- Wöchentlich schafft niemand nebenbei. Wer es sich vornimmt, hört nach sechs Wochen auf — und ein Blog, dessen letzter Beitrag ein Jahr alt ist, schadet.
Der bessere Weg: Vorproduzieren. Drei Beiträge an einem ruhigen Nachmittag schreiben und im Kalender verteilen. Dann tragen die drei über ein Vierteljahr.
Woher nehme ich Themen für ein ganzes Jahr?
Aus dem Jahr selbst. Fast jeder Betrieb hat einen Rhythmus, den er nur aufschreiben muss:
- Saison. Was passiert im Frühjahr, was im Herbst? Heizungswartung, Gartenpflege, Winterreifen, Weihnachtsgeschäft.
- Wiederkehrende Fragen. Was werden Sie im März gefragt, was im Oktober? Jede häufige Frage ist ein Beitrag.
- Eigene Termine. Betriebsjubiläum, neue Mitarbeiterin, neue Maschine, Umzug.
- Vereine: Mitgliederversammlung, Feste, Aktionen, Rechenschaftsbericht.
Schreiben Sie zwölf Stichworte in den Kalender — je Monat eines. Das ist der ganze Redaktionsplan, und er ist besser als jede aufwendigere Methode, weil er zu Ende gedacht ist.
Kann ich Texte wiederverwenden, ohne einen ganzen Abschnitt zu binden?
Nicht als Textbaustein innerhalb eines Absatzes — die Wiederverwendung greift auf Abschnittsebene.
In der Praxis ist das selten ein Problem, weil die Dinge, die sich wiederholen, ohnehin eigene Abschnitte sind: Kontaktdaten, Öffnungszeiten, ein Hinweis.
Wo es doch stört — etwa eine Preisangabe, die in drei Fließtexten vorkommt —, hilft ein anderer Zugang: Nennen Sie die Zahl nur an einer Stelle und verweisen Sie von den anderen dorthin. Das ist nicht nur weniger Pflege, sondern auch besser zu lesen als dieselbe Angabe dreimal.
Die Faustregel dahinter: Was sich ändern kann, gehört genau einmal auf die Website.
Kann ich Bausteine zwischen zwei Websites teilen?
Nein. Bausteine gehören zu einer Website — genau wie Seiten, Bilder und Formulare.
Das ist Absicht: Zwei Websites sind zwei Auftritte, oft für zwei Betriebe oder zwei Zielgruppen. Ein geteilter Baustein würde bedeuten, dass eine Änderung an einem Auftritt einen anderen verändert, ohne dass jemand daran gedacht hat.
Wenn Sie denselben Inhalt auf zwei Auftritten brauchen: kopieren. Bei Agenturen, die viele Kundenauftritte betreuen, ist der übliche Weg ein anderer — dort baut man einmal einen Auftritt so, wie er sein soll, und legt neue Kunden nach diesem Muster an.
Kann ich mir eigene Seitenvorlagen bauen?
Über den Umweg des Duplizierens, ja, und praktisch reicht das:
- Eine Seite so bauen, wie Ihre Standardseite aussehen soll.
- Aus dem Menü nehmen und nicht veröffentlichen.
- Sie heißt zum Beispiel „Vorlage Leistungsseite“.
- Für jede neue Leistungsseite: duplizieren, umbenennen, Adresse setzen, füllen.
Das ist der pragmatische Weg zu gleichmäßigen Seiten, und er hat einen Nebeneffekt: Sie sehen an der Vorlage, welche Abschnitte Sie für sinnvoll halten, und merken, wenn eine echte Seite davon abweicht.
Vergessen Sie nicht, die Vorlage selbst nie zu veröffentlichen.
Wie halte ich das langfristig übersichtlich?
Mit einem halbjährlichen Rundgang von zwanzig Minuten:
- Bausteine: Wird jeder noch benutzt? Was seit einem Jahr nirgends steht, kann weg.
- Seiten: Gibt es Seiten, die niemand aufruft und die niemand verlinkt?
- Mediathek: Bilder, die zu gelöschten Seiten gehörten.
- Formulare: Formulare, deren Einträge niemand mehr liest.
- Releases: Alte, abgeschlossene Bündel.
Der Punkt ist nicht der gesparte Speicher, sondern der Überblick. Eine Bausteinliste mit vier Einträgen benutzt man; eine mit vierzig meidet man, und dann fängt jemand wieder an, Abschnitte einzeln zu pflegen.
Notieren Sie das Datum. Beim nächsten Mal wissen Sie, wie lange es her ist.
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