Die drei Programme zusammen
Wo trage ich was ein, und was wandert von selbst? Die typischen Abläufe über Programmgrenzen hinweg.
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Wo trage ich was ein?
Nach dieser Aufteilung, und sie deckt fast alles ab:
- Ein Mensch, mit dem Sie zu tun haben → Aurora. Kunde, Interessent, Kandidat, Lieferant.
- Etwas, das öffentlich sichtbar sein soll → AURALIS. Text, Bild, Termin, Beitrag.
- Ein Text auf einer fertigen Seite, den Sie schnell richtigstellen → AURA.
Die Zweifelsfälle:
- Eine Anfrage über das Kontaktformular entsteht in AURALIS und gehört als Kontakt nach Aurora — sobald daraus etwas wird.
- Ein Newsletter kann beides sein: die einfache Ausgabe an Eingewilligte in AURALIS, die mehrstufige Kampagne in Aurora.
- Ein Termin gehört nach AURALIS, wenn Besucher ihn sehen sollen; nach Aurora, wenn er zu einem Kontakt gehört.
Im Zweifel: Öffentlich → AURALIS. Persönlich → Aurora.
Wandern Daten automatisch zwischen den Programmen?
Nein, und das ist eine bewusste Entscheidung.
Was das heißt:
- Ein Kontakt in Aurora ist nicht automatisch in AURALIS bekannt.
- Eine Formularanfrage in AURALIS wird nicht von selbst zu einem Kontakt in Aurora.
- Newsletter-Anmeldungen aus der Website landen dort, nicht im CRM.
Warum: Zwei Systeme, die still Daten austauschen, führen zu einem Zustand, in dem niemand mehr weiß, welche Angabe die richtige ist — und zu Datenflüssen, die niemand angeordnet hat.
Was Sie stattdessen tun: bewusst übertragen. Eine Anfrage, aus der etwas wird, legen Sie als Kontakt an. Das dauert eine Minute und ist der Moment, in dem Sie ohnehin entscheiden, ob es sich lohnt.
Was einmal verbunden ist: AURA und AURALIS arbeiten auf demselben Inhalt.
Wie mache ich aus einer Website-Anfrage einen Kontakt?
Von Hand, und zwar in dem Moment, in dem Sie antworten.
Der Ablauf, der sich bewährt hat:
- Anfrage lesen.
- Antworten — am selben Werktag.
- Kontakt in Aurora anlegen, mit Herkunft „Website-Formular“ und Datum.
- Notiz: worum es ging, in zwei Sätzen.
- Wiedervorlage, wenn nichts Abschließendes passiert ist.
Punkt 3 ist der, der übersprungen wird, und dann ist die Anfrage in vier Monaten nicht mehr auffindbar.
Nicht jede Anfrage muss ein Kontakt werden. Werbung, Bewerbungen auf nichts, offensichtlicher Müll bleiben, wo sie sind. Aber alles, aus dem etwas werden könnte, gehört in den Bestand.
Und die Herkunft nicht vergessen — sie ist die Angabe, die man später braucht.
Newsletter in AURALIS oder Kampagne in Aurora?
Es hängt daran, was Sie tun wollen:
AURALIS-Newsletter, wenn:
- Eine Liste, eine Ausgabe, an alle Eingewilligten.
- Inhalt aus der Website — Beiträge, Termine, Aktionen.
- Vierteljährlich oder seltener.
Aurora-Kampagne, wenn:
- Sie in Stufen ansprechen und automatisch nachfassen wollen.
- Sie nach Kategorien auswählen wollen.
- Sie die Antworten am Kontakt sehen wollen.
- Zustellbarkeit und Rückläufer eine Rolle spielen.
Kurz: Newsletter für die Breite, Kampagne für die Ansprache.
Was Sie nicht tun sollten: beides parallel an dieselben Menschen. Wer einen Newsletter und eine Akquisekampagne bekommt, hält Sie für unabgestimmt — und meldet sich von beidem ab.
Wie sieht ein vollständiger Ablauf von der Website bis zum Auftrag aus?
Über beide Programme, mit klaren Übergabepunkten:
- Jemand findet die Website (AURALIS).
- Er füllt das Formular aus. Der Eintrag landet dort, die Benachrichtigung bei Ihnen.
- Sie antworten — am selben Werktag.
- Sie legen den Kontakt in Aurora an, mit Herkunft.
- Notiz und Wiedervorlage.
- Gespräch, Angebot, Auftrag — alles als Notiz am Kontakt.
- Nach Abschluss: Kategorie auf Bestandskunde, Wiedervorlage in sechs Monaten.
Punkt 7 ist der, der den Unterschied zwischen einem Auftrag und einer Kundenbeziehung macht.
Und der Rückweg: Ein zufriedener Kunde ist ein Referenztext, ein Beitrag, vielleicht eine Kundenstimme — das geht dann wieder auf die Website.
Brauche ich für jedes Programm einen eigenen Zugang?
Ja — jedes Programm hat seine eigene Zugangsverwaltung, und das aus gutem Grund: Die Rollen bedeuten Verschiedenes.
Was das praktisch heißt:
- Wer nur die Website pflegt, braucht keinen Aurora-Zugang.
- Wer nur telefoniert und notiert, braucht keinen AURALIS-Zugang.
- AURA ist noch einmal getrennt und je Website eigen.
Was Sie sich angewöhnen sollten:
- Eine Liste, wer welchen Zugang hat. Im Kennwortspeicher, nicht im Kopf.
- Beim Ausscheiden alle drei prüfen. Der vergessene Zugang ist fast immer der, an den niemand denkt.
Und für die Kosten: Nicht jeder braucht alles. Ein Zugang, der nie benutzt wird, kostet Geld und ist ein Sicherheitsrisiko.
Dieselbe Person steht in beiden Programmen. Ist das ein Problem?
Nein, wenn Sie wissen, welcher Eintrag wofür da ist.
Typischer Fall: Jemand hat sich für den Newsletter angemeldet (AURALIS) und ist zugleich Kunde (Aurora). Das sind zwei Einträge für zwei Zwecke, und beide haben ihre eigene Rechtsgrundlage.
Worauf Sie achten sollten:
- Bei einem Widerspruch beide bedienen. Wer der Werbung widerspricht, muss auch aus dem Newsletter heraus. Das passiert nicht von selbst.
- Bei einer Löschanfrage beide prüfen. Ein Kontakt, der in Aurora gelöscht wird, steht in der Newsletter-Liste weiter.
- Bei einer Auskunft beide durchsuchen. Die Auskunft muss vollständig sein.
Das ist der Preis der Trennung, und der Grund, warum eine Liste gehört, wo überall Daten liegen.
Wie verbinde ich Website und CRM sinnvoll?
Über Verweise und Gewohnheiten, nicht über Technik.
Was sich lohnt:
- In der Mailsignatur die Website verlinken.
- In Kampagnen auf eine passende Seite verweisen — nicht auf die Startseite, sondern auf die Leistungsseite, um die es geht.
- Auf der Website die Kontaktwege so gestalten, dass daraus ein Kontakt werden kann.
- Blogbeiträge als Anlass für die Ansprache nutzen: „Wir haben dazu etwas aufgeschrieben.“
Und umgekehrt: Was Sie in Gesprächen oft erklären, gehört auf die Website. Wenn Sie dieselbe Frage zwanzigmal beantwortet haben, ist es ein FAQ-Eintrag — und beim nächsten Mal schicken Sie den Link.
Das ist die eigentliche Verbindung: nicht ein Datenfluss, sondern ein Kreislauf zwischen dem, was Sie sagen, und dem, was dasteht.
Brauche ich alle drei?
Selten. Die meisten brauchen eines oder zwei.
Typische Kombinationen:
- Nur AURALIS: ein Betrieb, der eine Website braucht und seine Kunden persönlich kennt.
- AURALIS + AURA: dasselbe, plus jemand, der Öffnungszeiten selbst ändern will. Die häufigste Kombination.
- Nur Aurora: ein Betrieb mit bestehender Website, der systematisch ansprechen will.
- Alle drei: wenn beides gebraucht wird und jemand die Website selbst pflegt.
Was kein Grund ist, alle drei zu nehmen: „damit alles aus einer Hand kommt“. Ein Programm, das Sie nicht benutzen, kostet Geld und Aufmerksamkeit.
Der Prüfstein: Für jedes Programm sollten Sie einen Satz sagen können, was es bei Ihnen tut. Wenn Ihnen bei einem keiner einfällt, brauchen Sie es nicht.
Was muss ich datenschutzrechtlich über alle Programme hinweg beachten?
Drei Dinge, die nur einmal existieren dürfen und alles abdecken müssen:
- Ein Verarbeitungsverzeichnis, das alle Verarbeitungen enthält — Website-Formulare, Newsletter, CRM, Bewerbungen.
- Eine Liste, wo überall Daten liegen. Sie ist die Grundlage jeder Auskunft und jeder Löschung.
- Ein Löschkonzept mit den verschiedenen Fristen je Datenart.
Dazu kommt je System:
- Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Betreiber.
- Datenschutzerklärung, die zu dem passt, was tatsächlich läuft.
Was in der Praxis am häufigsten fehlt: die Liste aus Punkt 2. Ohne sie ist eine Auskunft innerhalb eines Monats kaum zu schaffen, und ein Widerspruch wird in einem System umgesetzt und im anderen vergessen.
Eine halbe Stunde, einmal aufgeschrieben.
Etwas funktioniert nicht — in welchem Programm suche ich?
Nach dem, wo es sichtbar ist:
- Auf der öffentlichen Website falsch → AURALIS (oder AURA, wenn es ein freigegebener Text ist).
- Eine Mail kam nicht an → Aurora, Bereich Zustellbarkeit und Postfächer.
- Eine Formularanfrage fehlt → AURALIS, Formulareinträge.
- Ein Kontakt fehlt → Aurora, meist ein Filter.
- Der Stift erscheint nicht → AURA-Zugang oder Freigabe.
Bleibt die Frage, die vor allen anderen steht: Ist es veröffentlicht? Bei AURALIS sind Speichern und Veröffentlichen zwei Schritte — das erklärt einen großen Teil aller „geht nicht“-Meldungen.
Wenn Sie melden: Schreiben Sie dazu, welches Programm und welche Adresse. Das erspart die erste Rückfrage.
Kann ich Daten von einem Programm ins andere übernehmen?
Über eine Datei — es gibt keinen direkten Weg, und das ist beabsichtigt.
Typische Fälle:
- Newsletter-Anmeldungen aus AURALIS nach Aurora: exportieren, prüfen, dort einlesen. Wichtig: Die Einwilligung gilt für den ursprünglichen Zweck. Wer sich für einen Newsletter angemeldet hat, hat nicht in eine Akquisekampagne eingewilligt.
- Kontakte aus Aurora für einen Website-Verteiler: dasselbe umgekehrt, mit derselben Einschränkung.
- Mitglieder oder Spender: bleiben, wo sie sind. Sie gehören zur Website.
Der wichtigste Satz dazu: Die Rechtsgrundlage wandert nicht mit. Was Sie für einen Zweck erhoben haben, dürfen Sie nicht ohne Weiteres für einen anderen verwenden.
Prüfen Sie das vor jedem Übertragen — nicht danach.
Steht Ihre Frage nicht dabei?
Versuchen Sie es über die Suche — die geht über alle Kapitel auf einmal. Und wenn hier wirklich etwas fehlt, sagen Sie uns Bescheid: im Programm unten rechts über „Fehler melden“.