Zusammenarbeit im Team
Wer pflegt was, wem gehört ein Kontakt und wie funktioniert eine Vertretung.
Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu lesen.
Wer pflegt welche Daten?
Die Regel, die sich überall bewährt: Wer den Kontakt hatte, schreibt die Notiz. Sofort, nicht später und nicht durch jemand anderen.
Daraus folgt die Aufteilung:
- Alle schreiben Notizen und setzen Wiedervorlagen zu ihren eigenen Gesprächen.
- Eine Person ist für die Stammdatenqualität zuständig — Dubletten, Kategorien, Schreibweisen.
- Eine Person verantwortet Vorlagen und Kampagnen.
Der zweite Punkt ist der, der am häufigsten fehlt. Datenpflege, für die niemand zuständig ist, findet nicht statt — und ein Bestand, den niemand aufräumt, wird nach zwei Jahren nicht mehr benutzt.
Das muss keine ganze Stelle sein. Eine Stunde im Monat reicht bei den meisten Beständen.
Wie schreibe ich eine Notiz, die auch andere verstehen?
So, dass ein Kollege sie in sechs Monaten ohne Rückfrage lesen kann. Vier Dinge gehören hinein:
- Datum und Anlass — Anruf, Mail, Termin. (Das Datum setzt Aurora.)
- Was besprochen wurde, in Stichworten.
- Was vereinbart wurde — und von wem.
- Was als Nächstes ansteht, mit Datum. Am besten gleich als Wiedervorlage.
Was nicht hineingehört:
- Wertungen über Personen. „Unsympathisch“, „schwierig“ — das kann jederzeit im Rahmen einer Auskunftsanfrage gelesen werden.
- Gesundheitliches, Privates, alles Besondere im Sinne der DSGVO.
- Abkürzungen, die nur Sie kennen.
Faustregel: Schreiben Sie so, als läse die betroffene Person mit. Kann sein, dass sie es tut.
Wem gehört ein Kontakt?
Dem Betrieb — nicht der Person, die ihn angelegt hat. Das klingt selbstverständlich und ist es in der Praxis nicht.
Was daraus folgt:
- Jeder darf hineinsehen, soweit seine Rolle es zulässt. Ein Kontakt, den nur eine Person kennt, ist bei deren Urlaub verloren.
- Absprachen ersetzen Besitz. Wer bearbeitet gerade wen? Das gehört in eine Notiz oder eine Wiedervorlage, nicht in den Kopf.
- Doppelte Ansprache vermeiden. Nichts ist peinlicher, als wenn zwei Kollegen denselben Kunden in derselben Woche mit demselben Angebot anrufen.
Wo eine Zuordnung sinnvoll ist — Gebiete, Branchen, Bestandsbetreuung —, halten Sie sie fest: als Kategorie, als Schlagwort, als Notiz. Aber als Arbeitsteilung, nicht als Eigentum.
Wie verhindern wir, dass zwei Kollegen denselben Kontakt anschreiben?
Mit drei Handgriffen, die alle in der Software liegen:
- Vor dem Anruf in die Akte sehen. Wann war der letzte Kontakt, mit wem, worüber? Das dauert fünf Sekunden.
- Wiedervorlagen setzen. Eine gesetzte Wiedervorlage ist sichtbar und sagt: hier ist jemand dran.
- Kampagnen schließen einander aus. Aurora achtet darauf, dass niemand in derselben Stufe zweimal angeschrieben wird — aber nur innerhalb der Kampagnenlogik. Ein persönlicher Anruf ist davon unberührt.
Und organisatorisch: Wer nach einem Gespräch nichts notiert, macht diese Absprache unmöglich. Das ist der eigentliche Grund, warum die Notiz so wichtig ist — nicht die Erinnerung, sondern die Sichtbarkeit für andere.
Wie regeln wir Urlaub und Krankheit?
Vorher, nicht am ersten Krankheitstag. Vier Punkte:
- Wiedervorlagen umhängen oder eine Vertretung benennen. Eine Wiedervorlage, die im Urlaub fällig wird, verfällt sonst still.
- Laufende Kampagnen prüfen. Wer beantwortet die Antworten? Eine Kampagne, deren Antworten zwei Wochen liegen bleiben, hätte man besser nicht gestartet.
- Aufgaben zuweisen statt „macht schon jemand“.
- Zugänge nicht teilen. Die Vertretung arbeitet mit ihrem eigenen Zugang — sonst ist hinterher nicht nachvollziehbar, wer was getan hat.
Der praktische Griff: Am letzten Arbeitstag zehn Minuten die eigenen offenen Wiedervorlagen durchgehen und entscheiden — verschieben oder abgeben.
Wie übergebe ich einen Kontakt oder eine Kampagne?
Bei einem Kontakt: Notiz mit dem Stand, Wiedervorlage auf den neuen Namen, und ein kurzes Gespräch. Die Notiz ersetzt das Gespräch nicht — sie hält es fest.
Bei einer Kampagne: Der neue Zuständige muss vier Dinge wissen:
- Wer die Empfänger sind und warum.
- Welche Stufe läuft und wann die nächste ansteht.
- Was mit Antworten geschehen soll.
- Wo die Grenze ist — was er selbst entscheidet und was nicht.
Was Sie nicht tun sollten: eine laufende Kampagne mitten in einer Stufe übergeben, ohne dass jemand die Antworten übernimmt. Antworten, die tagelang liegen bleiben, sind schlimmer als keine Kampagne.
Bei einem endgültigen Ausscheiden: den Zugang abschalten, nicht löschen. Die Notizen bleiben zugeordnet.
Welche Rollen geben wir wem?
Nach dem, was jemand tun soll, nicht nach seiner Stellung:
- Wer nur telefoniert und notiert, braucht keine Kampagnenrechte. Er soll Kontakte sehen, ändern, Notizen schreiben.
- Wer Kampagnen verantwortet, braucht sie, und sollte sich der Tragweite bewusst sein.
- Wer verwaltet — Zugänge, Postfächer, Einstellungen —, sollte eine kleine Gruppe sein.
Zwei Regeln dazu:
- Mindestens zwei Verwalter. Einer fällt aus, geht in Urlaub, kündigt.
- Nicht mehr als nötig. Jeder zusätzliche Verwalter ist ein zusätzlicher Weg, versehentlich etwas Großes zu tun.
Und die wichtigste Trennung: Kontakte pflegen und Kampagnen starten sind zwei verschiedene Dinge. Wer das erste tut, braucht das zweite nicht.
Welche Absprachen sollten wir schriftlich haben?
Fünf Sätze auf einer halben Seite — mehr braucht kein kleines Team:
- Wer entscheidet, ob eine Liste angeschrieben werden darf.
- Wer eine Kampagne scharfschalten darf.
- Was in eine Notiz gehört und was nicht.
- Wie Kategorien vergeben werden — mit einer Zeile Erklärung je Kategorie.
- Wann wir aufräumen — ein fester Termin, und sei es einmal im Quartal.
Punkt 4 ist der unterschätzte: Kategorien, die jeder anders versteht, sind schlimmer als keine. „Interessent“ heißt bei einem Kollegen „hat angefragt“ und beim anderen „könnte interessiert sein“ — und die Kampagne trifft dann die Falschen.
Schreiben Sie es auf. Nicht als Richtlinie, sondern als Zettel, den man beim Einarbeiten liest.
Wie arbeite ich jemanden ein?
In dieser Reihenfolge, verteilt über die erste Woche:
- Zugang anlegen mit der kleinsten Rolle, die reicht.
- Rundgang im eigenen Bereich — er zeigt es an der echten Oberfläche.
- Die Absprachen zeigen, besonders die Kategorien.
- Zusehen lassen, wie Sie ein Gespräch führen und danach notieren.
- Selbst machen lassen und einmal gemeinsam draufschauen.
Was Sie nicht tun sollten: eine zweistündige Vorführung aller Bereiche. Was davon hängen bleibt, ist der Eindruck, dass es kompliziert ist.
Und blenden Sie in der Seitenleiste aus, was die Person nicht braucht. Eine Oberfläche mit zwanzig Einträgen schreckt am ersten Tag mehr ab als jede Funktion.
Was sehen meine Kollegen von meiner Arbeit?
Alles, was im gemeinsamen Bestand liegt — Kontakte, Notizen, Kampagnen, Aufgabenlisten, soweit die Rolle es erlaubt.
Persönlich sind: Ihre Wiedervorlagen, Ihre Aufgaben, Ihre Ansicht der Übersicht, Ihre Navigationseinstellungen.
Was das für Notizen bedeutet: Sie sind nicht privat. Schreiben Sie nichts hinein, was Sie einem Kollegen nicht sagen würden — oder der betroffenen Person.
Und was das Protokoll angeht: Jeder ändernde Zugriff wird festgehalten, mit Person und Zeit. Das ist keine Überwachung, sondern die Voraussetzung dafür, einen Vorfall aufklären zu können. Was nicht protokolliert wird, ist das Lesen.
Zwei Kollegen sind unterschiedlicher Meinung über einen Kontakt.
Das ist keine Frage der Software, aber sie äußert sich darin — meist als widersprüchliche Notizen oder als Kategorie, die hin und her wechselt.
Was hilft:
- Beide Sichtweisen in die Notiz, mit Datum und Namen. Nicht die Notiz des anderen überschreiben.
- Die Kategorie entscheidet eine Person, nicht die zuletzt aktive.
- Bei Wiedervorlagen: eine Person, ein Datum. Zwei Wiedervorlagen zum selben Kontakt bedeuten zwei Anrufe.
Der häufigste Fall dahinter ist kein Konflikt, sondern ein Missverständnis über die Kategorien. Wenn das öfter vorkommt, fehlt Punkt 4 der Absprachen.
Ein externer Dienstleister soll mitarbeiten. Was ist zu beachten?
Zwei Dinge, eines rechtlich, eines praktisch:
Rechtlich: Wer in Ihrem Auftrag personenbezogene Daten verarbeitet, ist Auftragsverarbeiter. Dafür braucht es einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO — vor dem ersten Zugriff, nicht danach.
Praktisch:
- Eigener Zugang, nie ein geteilter.
- Kleinste Rolle, die für die Aufgabe reicht.
- Zeitlich begrenzt — und am Ende der Zusammenarbeit sofort abschalten.
- Bereiche ausblenden, die nichts mit dem Auftrag zu tun haben.
Bleibt die Frage, die vorher zu stellen ist: Braucht die Person wirklich Zugriff auf den Bestand? Ein Texter, der eine Vorlage schreibt, braucht keine Kontaktdaten. Eine Datei mit dem Entwurf reicht.
Wir arbeiten an mehreren Standorten. Was ändert sich?
Fachlich wenig, organisatorisch einiges:
- Ein Bestand, nicht mehrere. Getrennte Bestände je Standort führen dazu, dass derselbe Kunde zweimal angeschrieben wird.
- Die Zuordnung über Kategorie oder Schlagwort, nicht über getrennte Systeme.
- Absprachen werden wichtiger. Was am selben Ort ein Zuruf ist, muss zwischen Standorten aufgeschrieben werden.
- Ein fester Termin, an dem sich die Beteiligten sehen. Auch ein kurzer, regelmäßiger Anruf.
Was oft übersehen wird: Wer pflegt die gemeinsamen Dinge? Vorlagen, Kategorien, Datenqualität. Ohne eine benannte Person driften die Standorte auseinander, und nach einem Jahr arbeitet jeder anders.
Steht Ihre Frage nicht dabei?
Versuchen Sie es über die Suche — die geht über alle Kapitel auf einmal. Und wenn hier wirklich etwas fehlt, sagen Sie uns Bescheid: im Programm unten rechts über „Fehler melden“.