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Entscheidungshilfen

Welches Programm, welcher Weg, selbst machen oder machen lassen. Abwägungen, die immer wiederkommen.

Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu lesen.

Welches der drei Programme brauche ich?

Es hängt daran, worum es geht:

  • Aurora, wenn Sie Menschen verwalten: Kunden, Interessenten, Kandidaten. Kontakte, Historie, Serienmails, Wiedervorlagen.
  • AURALIS, wenn Sie eine Website brauchen: Seiten, Gestaltung, Blog, Formulare, Spenden.
  • AURA, wenn jemand auf einer fertigen Website gelegentlich einen Text ändern soll — ohne sich einzuarbeiten.

Die häufigste Kombination bei kleinen Betrieben: AURALIS für die Website, AURA für den Inhaber, der zweimal im Jahr die Öffnungszeiten ändert.

Aurora kommt dazu, sobald Sie systematisch ansprechen — nicht vorher. Ein CRM ohne Ansprache ist ein teures Adressbuch.

Und die Frage, die vorher steht: Was ist Ihr Engpass? Zu wenig Anfragen? Dann Website. Zu wenig Nachverfolgung? Dann CRM.

Womit fange ich an, wenn ich alles brauche?

Mit dem, was am schnellsten wirkt, und das ist fast immer die Website.

Der Grund: Eine Website wirkt, ohne dass jemand eine Gewohnheit ändern muss. Ein CRM wirkt erst, wenn alle täglich hineinschreiben.

Die Reihenfolge, die sich bewährt hat:

  1. Website, damit man Sie findet und erreicht.
  2. Postfach verbinden und Kontakte erfassen — die Grundlage.
  3. Wiedervorlagen als erste CRM-Gewohnheit.
  4. Kampagnen, wenn der Bestand steht.
  5. Alles Weitere, wenn ein konkreter Anlass da ist.

Zwischen den Schritten sollten Wochen liegen, nicht Tage. Wer alles gleichzeitig einführt, führt nichts ein.

Selbst machen oder machen lassen?

Bauen lassen, pflegen selbst. Das ist die Trennung, die in fast allen Fällen richtig ist.

Machen lassen lohnt sich dort, wo ein Fehler teuer ist oder Fachwissen fehlt:

  • Domain und Zustellbarkeit einrichten.
  • Umleitungen bei einem Website-Umzug.
  • Die erste Datenübernahme, wenn die Ausgangsdatei unordentlich ist.
  • Fotos.

Selbst machen sollten Sie:

  • Texte. Niemand kann über Ihren Betrieb schreiben, ohne mit Ihnen gesprochen zu haben.
  • Alles, was sich ändert. Öffnungszeiten, Preise, Ansprechpartner, Termine.
  • Die tägliche Arbeit im CRM.

Der Grund für die zweite Liste ist nicht Sparsamkeit: Was Sie nicht selbst können, wird nicht geändert. Und eine Website, die nicht geändert wird, ist nach zwei Jahren falsch.

Jetzt einführen oder auf einen ruhigeren Moment warten?

Jetzt — der ruhigere Moment kommt nicht.

Was für „jetzt“ spricht:

  • Ein Bestand baut sich über Jahre auf. Wer erst anfängt, wenn er ihn braucht, hat ihn nicht.
  • Die Einführung kostet dieselbe Zeit, egal wann.
  • Jede Woche ohne Notizen ist eine Woche verlorenes Wissen.

Was tatsächlich ein Grund zu warten ist:

  • Ein laufender Umbau — Umzug, Übergabe, Fusion. Dann warten Sie, bis klar ist, wie es danach aussieht.
  • Eine offene Grundsatzfrage. Wenn ungeklärt ist, ob der Betrieb in dieser Form weitergeführt wird.

Was kein Grund ist: „gerade viel zu tun“. Das ist der Normalzustand.

Der Kompromiss, der immer geht: klein anfangen. Postfach verbinden, fünfzig Kontakte, Notizen. Eine Stunde.

Alles einführen oder nur einen Teil?

Einen Teil — und zwar den, der am meisten weh tut.

Der Fehler, den fast alle machen: alle Bereiche einrichten, alle Kategorien anlegen, alle Module freischalten. Das Ergebnis ist eine Oberfläche, die überfordert, und ein Projekt, das nicht fertig wird.

Was stattdessen funktioniert:

  1. Einen Anwendungsfall wählen, der spürbar Arbeit spart.
  2. Alles andere ausblenden.
  3. Sechs Wochen laufen lassen.
  4. Dann den nächsten.

Woran Sie den richtigen ersten Fall erkennen: Er löst ein Problem, über das jemand im Betrieb regelmäßig klagt. Meist ist es die vergessene Wiedervorlage oder die Frage „wo ist die Nummer von …“.

Wer mit dem anfängt, was interessant klingt, hört nach vier Wochen auf.

Eine Website oder mehrere?

Eine, außer es sind wirklich zwei Geschäfte.

Für eine spricht fast alles: eine Pflege, ein Auftritt, eine Domain, und die Unterseiten stärken sich gegenseitig bei Suchmaschinen.

Mehrere lohnen sich, wenn:

  • Verschiedene Marken mit verschiedenen Namen.
  • Verschiedene Kundschaft, die nichts miteinander zu tun hat.
  • Verschiedene Betreiber — etwa ein Verein und ein Betrieb.

Was kein Grund ist:

  • Zwei Standorte. Das sind Unterseiten.
  • Zwei Zielgruppen. Das sind zwei Einstiegsseiten.
  • Zwei Leistungsbereiche. Das sind zwei Bereiche auf einer Seite.

Die Frage, die es entscheidet: Würde ein Kunde beide Seiten besuchen wollen? Wenn ja, ist es eine Website.

Einseitige oder mehrseitige Website?

Einseitig, wenn Sie eine überschaubare Sache anbieten und die Seite vor allem eine digitale Visitenkarte ist.

Mehrseitig, sobald eines zutrifft:

  • Sie haben mehrere Leistungen, die je einen eigenen Text verdienen.
  • Sie wollen für einzelne Themen gefunden werden.
  • Es kommt Inhalt dazu — Blog, Referenzen, Termine.
  • Sie haben mehrere Standorte oder Zielgruppen.

Der gewichtigste Punkt ist der zweite: Eine einseitige Website kann nur für ein Thema vorn stehen. Wer für „Badsanierung“ und „Heizungsbau“ gefunden werden will, braucht zwei Seiten.

Im Zweifel mehrseitig — der Aufwand ist kaum größer, und der Wechsel von einseitig zu mehrseitig ist später Arbeit.

Kampagne oder einzeln schreiben?

Die Grenze liegt etwa bei zwanzig Empfängern — und sie verläuft nicht dort, wo man sie vermutet.

Einzeln schreiben, wenn:

  • Es weniger als zwanzig sind.
  • Jeder Empfänger einen eigenen Bezug hat.
  • Es um viel geht — Großkunden, wichtige Partner.

Kampagne, wenn:

  • Es mehr sind, als Sie in einer Sitzung schreiben können.
  • Der Text weitgehend gleich ist.
  • Sie systematisch nachfassen wollen — das ist der eigentliche Vorteil.

Der unterschätzte Punkt: Kampagnen sind nicht nur für viele Empfänger da. Auch bei dreißig lohnen sie sich, weil das Nachfassen automatisch geschieht — und genau daran scheitert das Einzelschreiben.

Und rechtlich: Beides braucht dieselbe Grundlage.

KI einsetzen oder nicht?

Als Hilfe ja, als Ersatz nein, und die Entscheidung sollte bewusst fallen, nicht nebenbei.

Wo sie sich lohnt:

  • Formulieren. Ein Rohentwurf ist leichter zu verbessern als ein leeres Feld.
  • Zusammenfassen. Lange Texte auf das Wesentliche bringen.
  • Vorsortieren, mit menschlicher Prüfung.

Wo Sie es lassen sollten:

  • Entscheidungen über Menschen. Bewerbungen aussortieren ist eine Hochrisiko-Anwendung.
  • Tatsachenbehauptungen ungeprüft übernehmen.
  • Vertrauliche Inhalte, wenn der Vertrag es nicht deckt.

Was Sie in jedem Fall brauchen, auch wenn Sie sich dagegen entscheiden: eine Regel im Team. Sonst benutzt es einer doch, mit Kundendaten, in einem privaten Zugang.

Preise auf die Website oder nicht?

Zeigen, in irgendeiner Form — die unbeantwortete Kostenfrage ist der häufigste Grund, warum jemand eine Seite verlässt.

Drei Formen, je nach Geschäft:

  • Feste Preise, wenn möglich. Am wirksamsten.
  • Ab-Preise oder Spannen. Nimmt die Unsicherheit, ohne Sie festzulegen.
  • Ein Beispielprojekt mit Preis, wenn gar nichts pauschal geht.

Was nicht funktioniert: „Preise auf Anfrage“ als einzige Auskunft. Wer das liest, fragt nicht an — er sucht weiter.

Die Sorge, die dahintersteht — „dann vergleichen die nur“ —, trifft nur bei austauschbaren Leistungen zu. Bei allem anderen filtert die Preisangabe: Sie bekommen weniger Anfragen, aber passendere.

Rechtlich: Gegenüber Verbrauchern immer Endpreise.

Blog anfangen oder lassen?

Nur, wenn Sie ihn durchhalten. Ein Blog mit drei Beiträgen von vor zwei Jahren schadet mehr, als er nutzt.

Der ehrliche Test: Schreiben Sie drei Beiträge, bevor Sie den Blog online stellen. Wenn Ihnen das leichtfällt, machen Sie weiter. Wenn Sie beim zweiten hängen, lassen Sie es.

Die Alternative, die fast dasselbe leistet: eine gute FAQ-Seite. Sie beantwortet dieselben Fragen, wird ebenso gefunden, und altert nicht.

Wenn Sie sich dafür entscheiden: monatlich oder vierteljährlich, verlässlich. Und produzieren Sie vor — drei Beiträge an einem Nachmittag tragen ein Vierteljahr.

Was kein Argument ist: „Google mag frische Inhalte.“ Das gilt für Nachrichtenseiten, nicht für den Auftritt eines Handwerksbetriebs.

Newsletter ja oder nein?

Nur, wenn Sie etwas zu sagen haben und Adressen mit Einwilligung.

Beides fehlt öfter, als man denkt:

  • Etwas zu sagen heißt: nicht dreimal im Jahr „wir sind noch da“, sondern etwas, das der Empfänger lesen will.
  • Einwilligung heißt: doppelt bestätigt und dokumentiert. Kunden „einfach mit aufnehmen“ ist ein Verstoß.

Wenn beides da ist, ist ein Newsletter eines der wirksamsten Mittel überhaupt — weil Sie Menschen erreichen, die zugestimmt haben.

Der realistische Takt für kleine Betriebe: vierteljährlich. Häufiger schafft niemand, seltener wird man vergessen.

Und wenn Sie unsicher sind: Fangen Sie nicht an. Ein eingeschlafener Newsletter ist ein Versprechen, das Sie gebrochen haben.

Alte Daten mitnehmen oder neu anfangen?

Mitnehmen, aber grob aussortieren — das ist fast immer der richtige Mittelweg.

Was mitkommen sollte:

  • Kontakte mit Mailadresse oder Telefonnummer, die in den letzten drei Jahren aktiv waren.
  • Alles, wozu es eine dokumentierte Herkunft und Grundlage gibt.

Was Sie nicht mitnehmen sollten:

  • Kontakte ohne jede Erreichbarkeit.
  • Datensätze, deren Herkunft unklar ist — die bringen ein rechtliches Risiko mit.
  • Alte Notizen mit Wertungen über Personen.
  • Angaben, die Sie nicht brauchen: Geburtsdaten, Privatadressen, Bemerkungen aus zehn Jahren.

Ein vollständiger Neuanfang lohnt nur, wenn der alte Bestand rechtlich nicht haltbar ist. Dann ist er allerdings zwingend — und die Gelegenheit, es richtig aufzubauen.

Wann sollte ich Hilfe holen statt weiterzuprobieren?

Nach der zweiten Stunde an derselben Sache — das ist die Faustregel, die am meisten Zeit spart.

Konkret sofort Hilfe holen bei:

  • Domain und Zustellbarkeit. Ein falscher Eintrag kann Website und Mail lahmlegen.
  • Rechtlichen Fragen, bei denen es um mehr als eine Formulierung geht.
  • Datenübernahmen, bei denen die Ausgangsdatei unübersichtlich ist.
  • Allem, was Sie nicht rückgängig machen können.

Weiterprobieren lohnt sich bei:

  • Gestaltung, Texten, Kategorien — dort lernen Sie etwas dabei.
  • Allem, was Sie ändern können, ohne dass es jemand merkt.

Und der Zwischenschritt, den viele vergessen: erst in der Hilfe nachsehen. Ein großer Teil der Fragen ist dort beantwortet, und schneller, als jemand zurückruft.

Steht Ihre Frage nicht dabei?

Versuchen Sie es über die Suche — die geht über alle Kapitel auf einmal. Und wenn hier wirklich etwas fehlt, sagen Sie uns Bescheid: im Programm unten rechts über „Fehler melden“.